Was heißt das für Reisende?

  • Beitrags-Kategorie:Blog
  • Beitrags-Kommentare:0 Kommentare


Tausende Passagiere werden wohl betroffen sein: Die Pilotinnen und Piloten der Lufthansa sind für diesen Freitag, 2. September, zu einem ganztägigen Streik aufgerufen. Bestreikt werden sollen sämtliche Abflüge aus Deutschland der Kerngesellschaft Lufthansa sowie der Lufthansa Cargo, wie die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) mitteilte.

Worauf müssen sich Passagiere einstellen?

Reisende müssen sich infolge der Arbeitsniederlegung auf massive Auswirkungen gefasst machen – und das in der Hauptrückreisezeit zum Ende der Schulferien in mehreren Bundesländern.

Die Lufthansa streicht am Freitag nahezu ihr komplettes Programm: An den Drehkreuzen München und Frankfurt fallen rund 800 Flüge aus, davon werden voraussichtlich etwa 130.000 Passagiere betroffen sein, wie die Airline am Donnerstag mitteilte. Auch innerdeutsche Zubringerflüge fallen aus.

Alle Fluggäste mit Kontaktdaten in der Buchung würden am Donnerstag per SMS oder E-Mail informiert. Sie müssen aber wohl Geduld haben: „Durch die Vielzahl der Annullierungen kann es zum Teil länger dauern, bis Lufthansa eine adäquate Umbuchungslösung anbieten kann“, teilt die Airline mit. Wer innerhalb von 18 Stunden nach der Annullierungsnachricht keine Benachrichtigung von Lufthansa erhalten habe, soll eigenständig den aktuellen Stand der Buchung online auf der Lufthansa-Website überprüfen.

Flugausfälle auch am Wochenende möglich

Mit Blick auf das kommende Wochenende, das Ferienende in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland, arbeite Lufthansa „mit Hochdruck“ daran, den Flugbetrieb wieder so schnell wie möglich zu normalisieren. Trotzdem müssen Reisende auch am Samstag und Sonntag noch mit Problemen rechnen. Es seien weiterhin „einzelne Flugausfälle oder Verspätungen“ möglich, so die Lufthansa.

An folgenden Airports müssen sich Reisende auf Flugausfälle einstellen:

  • Frankfurt am Main
  • Berlin BER
  • Bremen
  • Hamburg
  • Hannover
  • Stuttgart
  • Düsseldorf
  • Köln/Bonn
  • München

Eurowings (noch) nicht betroffen

Eurowings und Eurowings Discover sind von dem Streikaufruf am Freitag nicht betroffen und sollen planmäßig stattfinden. Doch auch hier drohen zeitnah Arbeitsniederlegungen der Pilotinnen und Piloten. Laut der am Mittwoch ausgezählten Urabstimmung haben dort 97,9 Prozent für einen möglichen Arbeitskampf gestimmt.

Allerdings steht dort in der kommenden Woche noch ein Verhandlungstermin zum strittigen Manteltarif aus, sodass für die Eurowings zunächst kein konkreter Streiktermin genannt wurde.

Weiterlesen nach der Anzeige

Anzeige

Flugverkehr eingestellt: Wie komme ich an eine Alternative?

Die Airline muss sich auch bei Flugstreichungen und Verspätungen darum kümmern, dass die Passagiere zu ihrem Ziel kommen. „Von Streichungen betroffene Fluggäste werden nach Möglichkeit auf alternative Flüge umgebucht“, teilte die Lufthansa mit.

Bei Inlandsflügen können Reisende auch auf Bus oder Bahn umgebucht werden. Die Züge der Deutschen Bahn unter Lufthansa Express Rail sind nicht durch den Streik betroffen.

Vorsicht: Nicht einfach auf eigene Faust eine neue Zugfahrkarte kaufen. Denn wenn die Bahnfahrt teurer ist als der Flug, dann bleiben Fluggäste eventuell auf dem Differenzbetrag sitzen. Besser: Das Flugticket vor der Fahrt bei der Airline kostenlos in ein Bahnticket umwandeln. Das geht online unter „Good for train“

Airlines versuchen, Annullierungen oftmals auch über Tochtergesellschaften abzufangen – Passagiere können daher unter Umständen für einen Ersatzflug zu anderen Airports gebracht werden.